10
Jul
2006

Ein neues Krankheitsbild: Das Mikrowellensyndrom

http://openpr.de/news/archiv.html?arid=3604
http://at-de.i-newswire.com/pr17292.html

Nachtrag zur HLV INFO 72/AT v. 8.07.2006

Zur nachfolgenden Info übermittelt der HLV zwei weitere Gebietserhebungen von Völklingen und Jägersburg (Bruchhof war schon erfolgt), jeweils die Zusammenfassungen von Frau Dr. Waldmann-Selsam.

HLV Redaktion

AT


Herr Prof. Dr. Karl Richter, St. Ingbert 10-07-06

In drei Gutachten hat Frau Dr. med. Waldmann-Selsam inzwischen zur Situation einer größeren Zahl von Mobilfunk-Betroffenen um saarländische Antennen-Standorte Bezug genommen. Obwohl eine dieser Stellungnahmen (Bruchhof) bereits in Umlauf ist, möchte ich im Auftrag unseres Bündnisses saarländischer Bürgerinitiativen Mobilfunk alle drei Gutachten hiermit auch zusammenhängend zugänglich machen - Bruchhof und Jägersburg in anonymisierter Form, Völklingen mit Einverständnis der Genannten im Original. Die Texte können weiterverbreitet werden.

Es wird Monate dauern, bis am Beispiel unseres Bundeslandes genauer absehbar ist, was auf der Grundlage solcher Stellungnahmen unternommen werden kann. Wir werden zu gegebener Zeit darüber berichten.

i. A. Karl Richter



1. Zusammenfassung von Frau Dr. Waldmann-Selsam Erhebung Völklingen

4 Patienten

Die Erkrankungen des Ehepaars von Baronowitz, von Frau Müller-Rupprecht und von Frau Müller wurden verursacht durch die Inbetriebnahme des Mobilfunksenders in der Stählingerstraße 1 (einschließlich Richtfunk) im Juni 2005.

Begründung:

- Die Betroffenen waren bis zu diesem Zeitpunkt weitgehend beschwerdefrei;

- sie leiden an der für das Mikrowellensyndrom charakteristischen Kombination von Symptomen;

- viele Anwohner sind im gleichen Zeitraum an ähnlichen Symptomen erkrankt;

- etliche der genannten Symptome sind eindeutig sichtbar (Rötung und Bräunung der Haut, Augenschwellung, Augenrötung, fahle Gesichtsfarbe, Haarausfall) und messbar (Blutdruck, Herzfrequenz, Gewicht);

- einzelne Symptome treten auch bei Besuchern nach kurzer Zeit auf;

- ein großer Teil der Symptome verschwindet nach Verlassen des Wohnviertels;

- mehrere Menschen sind bereits weggezogen und mehrere schlafen regelmäßig an anderen Orten, weil die Symptome so quälend, unerträglich und bedrohlich sind.

Die besondere Schwere der Krankheitsbilder (Herzrhythmusstörungen, Blutdruckentgleisungen, hirnorganische Symptome, Suizidgedanken) erfordert eine sofortige Beendigung der Hochfrequenzbelastung ausgehend von dem Mobilfunksender auf dem Nachbarhaus sowie eine Erhebung der Erkrankungen an diesem Mobilfunkstandort. Die Menschen leiden unter denselben Symptomen, welche Ärzte in den letzten 15 Monaten bei 800 Anwohnern an 152 Standorten vorgefunden haben.

Die bisherige Weigerung der zuständigen Behörden und Wissenschaftler, diese längst überfälligen Erhebungen an diesem wie auch an anderen Mobilfunkstandorten durchzuführen, ist nicht mit dem Grundgesetz vereinbar. Es kann nicht länger hingenommen werden, dass weitreichende und schwere Gesundheitsschäden der Betroffenen billigend in Kauf genommen werden. Angesichts der Tatsache, dass Ärzte seit mehr als 10 Jahren kausale Zusammenhänge zwischen Hochfrequenzbelastung und Erkrankung beobachten, ist das Versäumnis der zuständigen Behörden und der Wissenschaft aus ärztlicher Sicht als unterlassene Hilfeleistung zu bewerten.

Aus ärztlicher Sicht besteht für die Anwohner eine akute Gefährdung ihrer Gesundheit. Daher ist ein sofortiges Einschreiten der Behörden geboten.

Ich habe mit Frau von Baronowitz am 24.11.05 um 8 Uhr 30 Herrn Fery, Untere Bauaufsichtsbehörde, und Frau Hennrich, Rechts- und Ordnungsamt, aufgesucht und sie davon in Kenntnis gesetzt, dass aus ärztlicher Sicht eine akute Gesundheitsgefahr besteht.

Ich habe dies in Anwesenheit von Herrn Fery auch dem Leiter des Gesundheitsamtes, Herrn Dr.Baltis telefonisch mitgeteilt und um sofortiges Einschreiten gebeten.

Das Messprotokoll der Bundesnetzagentur über die am 7.10.05 von ihr durchgeführten Messungen lag dem Amt noch nicht vor. Nur die Summenwerte der elektrischen Feldstärke mit einem Höchstwert von 2,3 V/m sind im Protokoll der Stadt festgehalten. Für die Bewertung ist die Kenntnis der selektiven Messung unabdingbar. Die von mir durchgeführte orientierende Summenmessung (800-2500 MHz) mit HF 38 B von Gigahertz Solutions ergab im Dachgeschoss 700 µW/m². Aus welchem Frequenzbereich stammt also der Hauptanteil der elektrischen Feldstärke?

Für Fragen stehe ich gerne jederzeit zur Verfügung.

Bamberg, den 6.12.2005

Dr. med.Cornelia Waldmann-Selsam



2. Zusammenfassung von Frau Dr. Waldmann-Selsam Erhebung Homburg/Saar-Jägersburg

Es wurden 19 Anwohner nach der Art und dem Beginn ihrer Symptome befragt. Bei 14 Anwohnern wurde die Hochfrequenzexposition zu Hause gemessen. Ein nicht anwesendes Ehepaar hat die ausgefüllten Fragebögen geschickt. Die in demselben Haus lebenden Eltern sind beide im Jahr 2005 an Tumoren erkrankt.

Die Messwerte liegen zwar unterhalb der z.Z. gültigen Grenzwerte, aber weit über den Werten, bei welchen viele Ärzte und Arbeitgeber schwere Gesundheitsschäden beobachtet haben.

Aus ärztlicher Sicht besteht dringendster Verdacht, dass ein großer Teil der in den letzten 3-4 Jahren neu aufgetretenen Krankheitssymptome der besuchten Anwohner durch die Summe der Hochfrequenzexposition (Mobilfunksender, schnurloses DECT-Telefon) ausgelöst wurde.

Begründung:

- Alle Anwohner leiden seit 3-4 Jahren zunehmend unter Schlafstörungen, Erschöpfung, Unruhe, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Gelenkbeschwerden, Augenbrennen, Tinnitus oder Schwindel. Viele haben hohen Blutdruck und Herzrhythmusstörungen.

- Es handelt sich um dieselbe neuartige Symptomenkombination, die oberfränkische Ärzte in den letzten 20 Monaten bei über 1200 Patienten an 200 Mobilfunkstandorten beobachtet haben.

- Die behandelnden Ärzte konnten für viele dieser gehäuft aufgetretenen Symptome keine Erklärung finden.

- Bei etlichen Anwohnern verschwinden die Symptome nach Verlassen des belasteten Wohngebietes.

- Mehrere Bäume sind in kurzer Zeit abgestorben.

Folgerung:

Ein Teil der Anwohner ist so schwer erkrankt oder hat Vorerkrankungen mit besonderem Risiko (Schlaganfall mit schwer einstellbarem Blutdruck, Herzrhythmusstörungen bei Z.n. Vorderwandinfarkt, Versorgung mit Stents, Z.n. Takayasu-Syndrom mit Subclavia-Bypass, Verschluss, Lysetherapie und Hirnblutung, Tumorerkrankung),dass eine Fortsetzung der Hochfrequenzbelastung für diese eine akute Lebensgefahr darstellt.

Jedoch sehe ich auch für die in Entwicklung befindlichen Kinder und die bisher weniger schwer Erkrankten ein hohes Maß an Gefährdung.

Es muss davon ausgegangen werden, dass weitere nicht besuchte Anwohner unter ähnlichen Symptomen leiden.

Gepulste hochfrequente elektromagnetische Felder schädigen das Immunsystem, stören die Hormonregulation, schädigen die Blut-Hirn-Schranke, verursachen Herzrhythmusstörungen und Blutdruckentgleisungen und verändern die Blutviskosität.

Die Mobilfunksender auf der Saar-Pfalz-Str.15 müssen daher unverzüglich abgeschaltet werden.

Außerdem müssen umgehend ärztliche Erhebungen an diesem Mobilfunkstandort veranlasst werden.

Die Weigerung der zuständigen Behörden und Wissenschaftler, diese längst überfälligen Erhebungen an diesem wie auch an anderen Mobilfunkstandorten durchzuführen, ist nicht mit dem Grundgesetz vereinbar. Es kann nicht länger hingenommen werden, dass weitreichende und schwere Gesundheitsschäden der Betroffenen billigend in Kauf genommen. Angesichts der Tatsache, dass Ärzte seit mehr als 10 Jahren kausale Zusammenhänge zwischen Hochfrequenzexposition und Erkrankung beobachten (z.B. anfallsweise Blutdruckentgleisungen und Rhythmusstörungen nachgewiesen im Langzeit-EKG mit und ohne Hochfrequenzbelastung), ist das Versäumnis der zuständigen Bundesbehörden und Wissenschaftler aus ärztlicher Sicht als unterlassene Hilfeleistung zu bewerten.

Dr. med. Cornelia Waldmann-Selsam

Anlagen: Auswahl ärztlicher Atteste (1994- 2006), unbeantwortetes Schreiben des ärztlichen Qualitätszirkels an Ministerien vom Dezember 2005, Zusammenfassung Mikrowellensyndrom, Liste der untersuchten Standorte, Stellungnahme der Landesuntersuchungsanstalt für Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen betreffend Familie Schlenz (2005), Stellungnahme Marl.

--------

Ein neues Krankheitsbild: Das Mikrowellensyndrom
http://www.diagnose-funk.ch/gesundheit/000000980c0b92502/000000986807e621f/000000986807be218.html
http://www.buergerwelle-schweiz.org/Strahlung_allgemein.512.0.html#2061

Mikrowellensyndrom weit unterhalb der Grenzwerte der 26.BimschV bei Anwohnern der Mobilfunksender Kaiserslauterer Str. 77 und 86, Homburg /Saar-Bruchhof
http://omega.twoday.net/stories/2307522/

Mikrowellensyndrom weit unterhalb der Grenzwerte der 26.BimschV bei Anwohnern des Mobilfunksenders Aschaffenburger Str. 31, 63808 Haibach
http://omega.twoday.net/stories/2307535/

Akute Gesundheitsgefährdung für Anwohner der Mobilfunksender (Mittenwalder Strasse, S-Bahnhof, Schleichersteig) in Icking
http://omega.twoday.net/stories/2307552/



http://omega.twoday.net/search?q=Selsam
http://omega.twoday.net/search?q=Mikrowellensyndrom

Computer network forced man to quit job

10 July 2006 | 07:14

JULIETTE MAXAM

A FORMER furniture worker has told how he has had to give up his job because a wireless computer network installed by his boss started making him sick.

Ryan Warne, 35, is one of a tiny percentage of people in the UK made ill by electromagnetic microwaves emitted by mobile phones, cordless telephones and other wi-fi equipment.

When he is in the presence of today's wireless technology he suffers burning sensations in his head, dizziness and nausea. The headaches can last for days if he is exposed to it for a long time.

He became electro-sensitive in 2004, when a wireless computer network was installed in the furniture showroom where he worked.

Mr Warne, of Elmstead Market, near Colchester, started suffering from burning sensations in his head and dizziness, which he put down to the radio waves in the wireless network. After taking time off sick, he eventually had to give up his job and is currently unemployed.

Now Mr Warne avoids contact with mobile phones, wireless computer networks and cordless phones.

The extent of his symptoms depends on the level of exposure. “If I get a lot of exposure to mobile phones I get headaches which go on for days afterwards. If I get short bursts of exposure I have a headache for an afternoon, it depends on how much I'm absorbing,” said Mr Warne.

“I had a mobile phone. I mainly used it for texting. I started to notice when I was using it I started to get a sensation in my head, I was feeling dizzy and nauseous.”

He added: “My grandfather was dying of prostate cancer last autumn. I went to see him once at Colchester General Hospital but I couldn't go back because there's a big mobile phone mast and I had to say goodbye to him then.”

Now he has no mobile phone, no cordless text phone and no wireless network. “I've become slightly worse. I'm starting to react to normal electrical things like TVs. I had to modify my computer and I can't use it for very long.”

“I've had to modify my lifestyle. I do hope to try and reverse things and build up tolerance. I've heard people do get better and go back to the lifestyle they had before.”

In the meantime, Mr Warne has joined one of several support groups available for electro-sensitive people, ElectroSensitivity-UK, which is trying to inform the public about the problem and campaign for recognition of the illness.

“I'm trying to raise public awareness of what these mobile phones potentially are doing to people, not just to highlight my story, but to make people stop and think,” he said.

Dr David Dowson, a leading complementary medicine doctor and expert on electromagnetism sensitivity, said “radiation sickness” from exposure to electromagnetic emissions used to affect radar operators and electrical supply workers.

“The increasingly widespread use of many new electrical devices in both home and workplace at the same time as completely original technologies based on microwaves have been introduced has spread this environmental trigger.

“Now a vulnerable minority of sensitive individuals are presenting with identical symptoms to those previously only resulting from specialised circumstances. One to 3% may be affected.”

He said it is a rapidly increasing phenomenon. “Up until two years ago I'd only seen about three cases. Now I've seen 10 in the last two years because of our increasingly polluted environment and the increasing use of mobile phones and wireless technology.

“The agricultural revolution led to food sensitivity, the industrial revolution led to chemical sensitivity, the technological revolution is leading to this.”

A former Prime Minister of Norway and ex secretary-general of the World Health Organisation, Gro Harlem, is the most high profile case of electrical hypersensitivity. She gets headaches from mobile phones and other wireless technology, including laptops.

INTERNET LINK
http://www.electrosensitivity.org.uk

Copyright © 2006 Archant Regional. All rights reserved.

http://tinyurl.com/kgms3

--------

Health risks of Wi-Fi and WLAN on our health
http://omega.twoday.net/stories/1122031/

Swedes hit hard by WiMAX waves
http://omega.twoday.net/stories/2163464/

WLAN Sickness: Rubbish or Reasonable?
http://omega.twoday.net/stories/1692101/



http://omega.twoday.net/search?q=electrosensitivity

9
Jul
2006

Handystrahlung stresst die Gene: eine Basler Studie bestätigt, dass elektromagnetische Felder das Erbgut schädigen

Zur INFO, im Anhang in 2 Teilen:

Artikel der SonntagsZeitung vom 9. Juli 06: "Handystrahlung stresst die Gene", eine Basler Studie bestätigt, dass elektromagnetische Felder das Erbgut schädigen.

http://www.buergerwelle.de/pdf/sonntags_zeitung_1._teil_9_7_06.jpg
http://www.buergerwelle.de/pdf/sonntags_zeitung_2._teil_9_7_06.jpg


Annemarie Jenal Ammann,
i.V. http://www.mobilfunk-erlenbach.ch

--------

Handystrahlung stresst die Gene

http://buergerwelle.de/pdf/handystrahlung_sonntagszeitung.pdf

SonntagsZeitung vom 9. Juli

Eine Basler Studie bestätigt, dass elektromagnetische Felder das Erbgut schädigen.

VON JOACHIM LAUKENMANN

So sorglos wie Millionen Schweizer mit dem Handy telefonieren, kann man nur zu einem Schluss gelangen: Der Mobilfunk muss unbedenklich sein. Die Wissenschaft indes ist sich nicht so sicher. Zwar wurden die UMTS-Sendeantennen von einer Schweizer Studie kürzlich zumindest insofern entlastet, als diese das Wohlbefinden der Probanden nicht beeinträchtigten.

Größere Sorgen als die Sendemasten sollten uns die Mobilgeräte machen. Beim Telefonieren ohne Freisprechanlage entstehen die elektromagnetischen Felder direkt am Kopf und können dort zu einer Belastung führen, die bis zu einer Million Mal über der von Sendeantennen liegt.

Omega siehe dazu „Ein Mobilfunksender bestrahlt die Bevölkerung 24 Stunden am Tag“ unter: http://omega.twoday.net/stories/1221212/

Und das hat Folgen, wie Primo Schär vom Zentrum für Biomedizin der Universität Basel kürzlich auf einer Veranstaltung der Forschungsstiftung Mobilkommunikation berichtet hat: Elektromagnetische Felder stressen auch unterhalb der geltenden Grenzwerte unsere Gene. Konkret kann diese Strahlung dazu führen, dass Erbgutstränge brechen, zumindest in gewissen Zelltypen. «Ob diese Schäden zu nachhaltigen Genveränderungen führen, wissen wir noch nicht», sagt Schär, der in Zürich noch unveröffentlichte Resultate präsentierte.

Eine österreichische Studie geriet ins Kreuzfeuer der Kritik

Zum selben Ergebnis kam eine österreichische Studie im Rahmen des europäischen Reflex-Projekts bereits vor zwei Jahren. Diese Arbeit von Forschern um Hugo Rüdiger von der Universität Wien geriet aber ins Kreuzfeuer der Kritik. Die Resultate waren unerwartet und verlangten nach einer Bestätigung.

Omega siehe REFLEX-Projekt unter:
http://omega.twoday.net/stories/245208/


Soweit Schär seine Daten ausgewertet hat, deutet alles darauf hin, dass die Wiener Forscher Recht behalten: Sowohl niederfrequente Felder, wie sie etwa von Hochspannungsleitungen abgestrahlt werden, als auch hochfrequente Felder vom Handy können das Erbgut schädigen.

Vergleichbar mit den Versuchen in Wien hat der Basler Molekulargenetiker in Petrischalen gezüchtete Bindegewebszellen einem Magnetfeld ausgesetzt, das etwa so stark war, wie es die Grenzwerte fordern. Sowohl bei nieder- als auch bei hochfrequenter Strahlung nahm die Anzahl Brüche im Erbgut, der DNA, schwach, aber statistisch eindeutig zu. Das gilt sowohl für die Bindegewebszellen eines 42-jährigen Mannes als auch für entsprechende Zellen eines sechsjährigen Knaben, wenngleich die Charakteristik der Schäden je nach Alter der Spender unterschiedlich war.

Schär wählte eine Bestrahlungszeit von 15 Stunden, da die Anzahl Brüche in den Reflex-Studien bei dieser Zeit ein Maximum erreichte. Danach und insbesondere nach Ende der Bestrahlung gingen die Erbgutschäden zurück. Verblüffend ist, dass die Schäden nur dann auftraten, wenn das Magnetfeld in Intervallen von einigen Minuten an- und abgeschaltet wurde. Mit dieser periodischen Bestrahlung sollte der übliche Umgang mit dem Handy simuliert werden. War das Feld dagegen permanent vorhanden, war keine signifikante Zunahme der DNA-Brüche messbar.

Wie Schär betont, deuten Brüche in der DNA nicht unbedingt auf eine nachhaltige Schädigung der Zelle hin. Auch ohne die Einwirkung elektromagnetischer Felder entstehen unzählige DNA-Brüche im normalen Lebenszyklus unserer Zellen. Doch den Zellen stehen effiziente Mechanismen zur Verfügung, um solche DNA-Schäden wieder zu reparieren. Die Abnahme der Brüche nach 15 Stunden Exposition deutet darauf hin, dass die Reparaturmechanismen der Zelle greifen. Das wiederum heißt nicht, dass von elektromagnetischen Feldern ausgelöste Erbgutschäden unbedenklich sind, selbst wenn sie repariert werden. Denn die Reparatur könnte fehlerhaft sein. Insbesondere von Umweltgiften, Röntgenstrahlung und starker UV-Strahlung ist bekannt, dass sie DNA-Brüche hervorrufen, die von der Zelle nur mangelhaft geflickt werden und daher zu nachhaltigen Erbgutdefekten fuhren. Solche Defekte können die Entwicklung von Krebs begünstigen. «Ob die beobachteten DNA-Brüche gut- oder bösartig sind, können erst künftige, weit aufwändigere Experimente klären», sagt Schär.

Zu denken geben die Resultate der Studien allemal

Weitestgehend im Dunkeln tappen die Forscher bei der Suche nach einer Erklärung, wie die verwendeten, relativ geringen Feldstärken überhaupt DNA-Brüche auslösen können. Schär vermutet, dass dies nicht direkt durch die Felder geschieht, wie es etwa bei hoch energetischer Röntgenstrahlung der Fall ist. Vielmehr könnte die Strahlung von Handys und Hochspannungsleitungen aggressive Zellgifte bilden, so genannte Radikale, die das Erbgut stressen. Sicher ist das keineswegs. Rätselhaft ist auch, warum DNA-Brüche nur auftreten, wenn das Magnetfeld periodisch ein- und ausgeschaltet wird, nicht aber bei permanenter Exposition, und warum nur gewisse Zelltypen betroffen sind.

Ob sich die zahlreichen Handynutzer in trügerischer Sicherheit wiegen und welchen Gefahren Menschen ausgesetzt sind, die in der Nähe von Hochspannungsleitungen leben, lässt sich auf Grund dieser Studien nicht zuverlässig sagen. Zu denken geben die Resultate aber allemal. Angesichts der Unsicherheit empfiehlt Schär, vorerst nach dem Prinzip «weniger ist mehr» zu handeln: möglichst wenig mit dem Handy am Ohr telefonieren und wenn, dann ein Mobilgerät benutzen, das einen niedrigen SAR-Wert besitzt und daher wenig Leistung im Körper deponiert.

--------

Erbgutschäden durch Mobilfunk?
http://www.vienna.at/stadtreporter/berichte/wien/artikel/erbgutschaeden-durch-mobilfunk/cn/news-20080917-01474405



http://omega.twoday.net/search?q=Erbgut
http://omega.twoday.net/search?q=Genveränderung
http://omega.twoday.net/search?q=DNA-Brüche
http://omega.twoday.net/search?q=elektromagnetisch
http://omega.twoday.net/search?q=Grenzwert
logo

Omega-News

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 

Archiv

März 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 
 
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 
 
 
 
 
 

Aktuelle Beiträge

Wenn das Telefon krank...
http://groups.google.com/g roup/mobilfunk_newsletter/ t/6f73cb93cafc5207   htt p://omega.twoday.net/searc h?q=elektromagnetische+Str ahlen http://omega.twoday. net/search?q=Strahlenschut z https://omega.twoday.net/ search?q=elektrosensibel h ttp://omega.twoday.net/sea rch?q=Funkloch https://omeg a.twoday.net/search?q=Alzh eimer http://freepage.twod ay.net/search?q=Alzheimer https://omega.twoday.net/se arch?q=Joachim+Mutter
Starmail - 8. Apr, 08:39
Familie Lange aus Bonn...
http://twitter.com/WILABon n/status/97313783480574361 6
Starmail - 15. Mär, 14:10
Dänische Studie findet...
https://omega.twoday.net/st ories/3035537/ -------- HLV...
Starmail - 12. Mär, 22:48
Schwere Menschenrechtsverletzungen ...
Bitte schenken Sie uns Beachtung: Interessengemeinschaft...
Starmail - 12. Mär, 22:01
Effects of cellular phone...
http://www.buergerwelle.de /pdf/effects_of_cellular_p hone_emissions_on_sperm_mo tility_in_rats.htm [...
Starmail - 27. Nov, 11:08

Status

Online seit 8058 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 8. Apr, 08:39

Credits