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Apr
2004

Petition - Amerikaner lagern ihren Atommüll im Indianergebiet

Geschrieben von KlausL am 08. April 2004 12:11:35:

77.000 Tonnen Atommüll sollen auf dem Gebiet der Schoschonen, das sich v.a. über den heutigen US-Bundesstaat Nevada erstreckt, endgelagert werden. In einer Petition an die OSZE verlangen die Indianer nun territoriale Integrität.

Von Volker Reusing

Am 1. Oktober 1863 unterzeichneten die Westlichen Schoschonen und die USA den "Vertrag von Ruby Valley", in dem die Indianer weitreichende Landnutzungsrechte einräumen mussten. So etwa mussten sie sich auf Anordnung des US-Präsidenten in Reservate innerhalb ihres Gebietes zurückziehen und dort als Bauern oder Viehzüchter leben. Zu den Nutzungsrechten der USA innerhalb des Schoschonen-Territoriums gehören die Ausbeutung aller Bodenschätze, Militäreinrichtungen, der Bau von Eisenbahnlinien und Fernmeldeanlagen, von Bergarbeitersiedlungen und Fabriken. Das Eigentum am Schoschonenland wurde nie förmlich übertragen; Artikel 5 des Vertrags bestätigt die Grenzen des von ihnen beanspruchten und bewohnten Gebietes und Artikel 2 besagt, dass die USA Militäreinrichtungen auf dem Gebiet der Schoschonen unterhalten dürfen. Dennoch verlangen die USA Pacht für die Weidenutzung und beschlagnahmen Vieh, wenn die Schoschonen das Geld nicht zahlen können.

Zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung war nicht bekannt, dass sich im Schoschonenland die zweitgrößten Goldvorkommen der Welt befinden, die seit 1901 in großem Maßstab durch Laugung mit dem hochgradig Trinkwasser gefährdenden Zyanid gefördert werden. Auch das amerikanische Testgebiet, auf dem bis heute fast 700 Atombomben gezündet wurden, deren Strahlung fast bis Las Vegas reicht, liegt auf Schoschonen-Gebiet. Präsident Bush hat in 2002 gegen den Widerstand der Bürger Nevadas und ihres Gouverneurs Kenny Guinn verkündet, 77.000 Tonnen Atommüll im Yucca-Berg, dem religiösen Zentrum der Schoschonen, zu versenken, obwohl sich am 15. Juni 2002 ein Erdbeben der Stärke 4,4 nur 12 Meilen vom Lager entfernt ereignet hat. Die Sicherheit für den Transport des bisher dezentral gelagerten Mülls von "50.000 Tschernobyls" ist auch für die USA nach Einschätzung vieler Experten kaum finanzierbar.

Im Juli 2002 wandten sich die Westlichen Schoschonen mit einer Petition an die OSZE und verlangten Unterstützung für Menschenrechte, territoriale Integrität und Selbstbestimmungsrechte sowie eine Untersuchung der OSZE hinsichtlich der Verletzungen dieser Rechte. Des weiteren beantragen sie Hilfe für die Verhandlungen mit den USA und gegen Enteignungen ihres Viehs.

Muster-Schreiben an die OSZE

Die Schoschonen brauchen dringend unsere Unterstützung für ihren Antrag bei der OSZE und zur Verhinderung des Atommüllendlagers. Bitte wenden Sie sich an die OSZE:

An das Büro
für demokratische Institutionen und Menschenrechte der OSZE
Aleje Ujazdowskie 19, 00-557 Warschau (Polen)
Tel.: +48-22 520 06 00
Fax: +48-22 520 06 05
E-mail: office@odihr.pl


Sehr geehrte Damen und Herren,

Hiermit unterstütze ich die Petition des Nationalrats der Westlichen Schoschonen zum Schutz ihrer Menschenrechte, ihrer territorialen Integrität und ihres Selbstbestimmungsrechts sowie für eine Untersuchung der OSZE bzgl. Verletzungen dieser Rechte einschließlich der Konfiszierung ihrer Viehherden.

Des weiteren unterstütze ich den in der Petition enthaltenen Antrag auf Förderung der Verhandlungen durch die OSZE zwischen den Westlichen Schoschonen und der Regierung der USA. Außerdem bitte ich Sie, sich für eine dezentrale Lagerung des us-amerikanischen Atommülls einzusetzen, um die Gesundheit der Einwohner Nevadas (einschließlich der Schoschonen) und sowie der entlang der Transportroute lebenden Bürger zu schützen.

Hochachtungsvoll,


Nachricht von Gerd Ernst Zesar
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