30
Sep
2004

Nichtionisierende Strahlung und Krebserkrankungen

Nicht-ionisierende Strahlung
Elektromagnetische Strahlung
Elektrische und magnetische Felder (EMF)
Elektrosmog

Die neuen Studien legen den Finger in die Wunde der internationalen Grenzwertstrategie (ICNIRP, deutsche "Elektrosmogverordnung" etc.). Die bisherige Argumentation lautete etwa so: Da die Ergebnisse für den Schwellenwert von 0,2 Mikrotesla in Bezug auf Höhe und Signifikanz des Risikos zu unsicher seien, können hieraus keine Grenzwertempfehlungen abgeleitet werden und die bisherige Empfehlung von 100 Mikrotesla bleibt unangetastet. Die "Grauzone" zwischen 0,2 und 100 Mikrotesla wurde ignoriert. Kritische Wissenschaftler fordern schon seit Jahren, eben diese "Grauzone" näher auszuleuchten und zu untersuchen, ab welcher Schwelle relevante Risiken auftreten. Dies scheint nun bereits bei 0,4 Mikrotesla der Fall zu sein.

Gerade weil Magnetfelder allgegenwärtig sind, bekommen die neuen Befunde hohe Relevanz. Nach verschiedenen Schätzungen sind allein in den USA 6 bis 12 Millionen Menschen (ca. 1,5-3%) mittleren Expositionen von über 0,4 Mikrotesla ausgesetzt. In Europa sind vermutlich weniger als 1% der Kinder mit mehr als 0,4 Mikrotesla exponiert. Weltweit sind mehrere Millionen Kinder betroffen. Hinzu kommen beruflich Exponierte, wie z.B. Näherinnen, die deutlich höheren Belastungen ausgesetzt sind. (9)

Die wissenschaftliche Basis für die internationalen Grenzwertempfehlungen der ICNIRP gerät zunehmend ins Wanken. Es ist an der Zeit, die Grenzwerte für niederfrequente Belastungen soweit zu senken, dass ein wirklicher Schutz vor gesundheitlichen Gefahren für die Bevölkerung sichergestellt ist.

http://www.nova-institut.de/es-info-grenz-vorsorgewerte-2001.htm

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Erster Teil des Beitrags: Experimentelle Hintergründe – Folge 6 der RhÄ-Reihe „Umweltmedizin in Nordrhein“

von Thomas C. Erren, Andreas Pinger und Claus Piekarski*

Aufgrund der weiten Verbreitung von elektrischen Geräten und Einrichtungen in Arbeits- und Wohnbereichen sind Menschen vielfältig gegenüber elektrischen und magnetischen Feldern (EMF) exponiert. Nicht-ionisierende Strahlung (NIS) ist hierbei die elektromagnetische Strahlung, deren Quantenenergie nicht ausreicht, um ein Atom zu ionisieren.

Gleichwohl wurden 1979 Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zwischen EMF in der Nähe von Hochspannungsleitungen und Krebserkrankungen bei Kindern veröffentlicht und intensiv diskutiert. Nachfolgend bildeten mehr als 200 epidemiologische Studien zu der Frage möglicher Verbindungen zwischen NIS – zunächst im Umfeld von Haushaltsgeräten und Hochspannungsleitungen, später auch Mobiltelefonen – und so unterschiedlichen Endpunkten wie Leukämien, Hirntumoren und Brustkrebs widersprüchliche und, wenn überhaupt, geringe Risikoerhöhungen ab.

Für die EMF-Forschung ist daher von Bedeutung, die Frequenzbereiche zu identifizieren, die möglicherweise tatsächlich zu Assoziationen zwischen NIS und Krebs führen und zugrunde liegende biologische Mechanismen aufzuklären.

Hypothese

Aus dem breiten Spektrum der NIS wurde bis heute aber allein für niederfrequente EMF bis 100 Hz (ELF-EMF) und sichtbares Licht ein biologisch plausibler Mechanismus postuliert. Die Hypothese aus dem Jahr 1987 beinhaltete, dass ELF-EMF und/oder Licht bei Nacht die Melatoninproduktion unterdrücken und damit das Risiko für hormonabhängige Krebserkrankungen, insbesondere für Brustkrebs, erhöhen können.

Melatonin – das Dunkelheitshormon

Melatonin wird vor allem in der Zirbeldrüse (Glandula pinealis oder Epiphysis cerebri) synthetisiert. Licht und Dunkelheit, die über die Netzhaut des Auges vermittelt werden, kontrollieren die Produktion: So führt der von der Retina aufgenommene Reiz hellen Lichtes zu einer Hemmung der Melatoninsynthese.

Zu den bekannten Aufgaben der Zirbeldrüse beim Menschen zählt das Koordinieren von Tages- und Jahresrhythmen. Für den postulierten Schutz von Melatonin vor hormonabhängigen Krebserkrankungen erbrachten vor allem tierexperimentelle Studien zahlreiche Hinweise. Viele Studien sind aber auch mit allgemein onkostatischen Wirkungen vereinbar, so dass erniedrigte Melatoninspiegel auch das Risiko für nicht hormonabhängige Krebsendpunkte erhöhen könnten.

Um die Fragen zu beantworten, ob ELF-EMF und/oder Licht tatsächlich über Melatonin in die Entwicklung von Krebserkrankungen eingreifen, ist es von großem Interesse zu verstehen, wie NIS die Funktionsachse zwischen unseren Augen und der Zirbeldrüse beeinflusst.

Chronorezeptoren – jahrhundertelang übersehene Zeitnehmer im Auge

Beeindruckende Forschungsprojekte in den vergangenen fünf Jahren, die sich auch in Nature und Science spiegeln, haben nun gezeigt, dass über die schon im 16. Jahrhundert entdeckten Zapfen und Stäbchen hinaus, die unser Sehen ermöglichen, weitere Photorezeptoren existieren, denen keine optische, bildformende Aufgabe zukommt.

Die Aufgabe dieser „neu“ entdeckten, wiewohl entwicklungsgeschichtlich „alten“ Photorezeptoren besteht offensichtlich darin, das Zusammenspiel unserer inneren Uhren – das heißt endokriner Systeme mit Melatonin als Schlüsselhormon – durch Licht zu synchronisieren.

Ohne Zweifel wird die Entdeckung und Aufklärung dieser „Chronorezeptoren“ zu einer rigorosen Überprüfung der Melatonin-Hypothese führen und zur Beantwortung der Frage beitragen, inwieweit eine Störung innerer Uhren oder „chronodisruption“ durch Kunst- und Sonnenlicht – dem pathoyphsiologisch möglicherweise bedeutendsten Frequenzbereich der NIS – Krankheitseffekte zur Folge haben kann.

Über epidemiologische Studien zu den experimentell zunächst plausiblen Verbindungen zwischen niederfrequenten EMF und Brustkrebs und zu heute suggestiv erscheinenden Zusammenhängen zwischen Licht und Krebsentwicklungen informiert der zweite Teil dieses Beitrags im Januarheft 2004.


* Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin, Klinikum der Universität zu Köln, Direktor Professor Dr. med. Claus Piekarski

http://www.aekno.de/htmljava/i/themenmeldung.asp?id=411&jahr=2003

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Epidemiologie

Melatoninspiegel und häusliche Magnetfelder

Nach einer amerikanischen Studie, die auf einem Workshop im November 1997 vorgestellt wurde, können schwache elektromagnetische Felder in der normalen Wohnumgebung dosisabhängig die nächtliche Freisetzung von Melatonin bei Frauen beeinträchtigen. Diese Melatoninabsenkung steht im Verdacht, die Krebsentstehung zu begünstigen. Nach einer kleinen schwedischen Studie weisen junge Frauen unter erhöhter häuslicher elektromagnetischer Belastung tendenziell eine höhere Rate an Östrogenrezeptor-positivem Brustkrebs auf.

"Es ist das erste Mal, daß wir Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zwischen vergleichsweise kleinen Änderungen magnetischer Felder und einer Abnahme der Melatoninkonzentration in der gleichen Nacht bei Menschen in einer normalen Umgebung finden," erläuterte Dr. Scott Davis vom Fred Huchtinson Krebsforschungsinstitut in Seattle/USA die Ergebnisse seiner Studie in einem Interview mit der Zeitschrift Microwave News. Dr. Richard Stevens, der zusammen mit Davis an der Studie gearbeitet hatte, meinte, daß die Ergebnisse eine Schlüsselthese der Melatoninhypothese unterstützten.

Die Studie wurde von Davis beim Workshop über den Zusammenhang von elektromagnetischen Feldern, Licht bei Nacht und Brustkrebs ("Workshop on Electromagnetic Fields, Light-at-Night and Human Breast Cancer") vom 18-19. November 1997 in Washington vorgestellt.

Die Studie von Davis und Stevens

Davis und Stevens hatten bei 200 Frauen an drei aufeinanderfolgenden Nächten den Einfluß von magnetischen Feldern und Licht bei Nacht auf die nächtliche Sekretion des Melatonin-Abbauproduktes 6-Hydroxy-Melatonin-Sulfat (6-OHMS) in den Urin untersucht.

Eine Anzahl von Faktoren, die die Melatoninproduktion beeinflussen, wie verschiedene Medikamente, darunter Beta-Blocker, Kalzium-Antagonisten und Psychopharmaka, Alter, Alkoholkonsum, Körpergewicht und Dunkelheit in der Nacht wurden in der Auswertung berücksichtigt.

Es fand sich eine signifikante Reduktionen der 6-OHMS-Konzentration bei gleichzeitiger Exposition gegenüber magnetischen Feldern und Einnahme Melatonin-vermindernder Medikamente. Eine Verdopplung der nächtlichen Magnetfeldexposition führte zu einer Verminderung der 6-OHMS-Konzentration um 8%; eine Verdreifachung und Vervierfachung führte zu einer Verminderung um 12% und 15%. Dieser Einfluß der Magnetfelder wurde auch in Subgruppen beobachtet, die wegen anderer Faktoren eine Verminderung der Melatoninkonzentration erwarten ließen. Es gab einen schwachen nicht-signifikanten Effekt auf die 6-OHMS-Konzentration im Urin bei Frauen, die keine Medikamente nahmen.

Die Messung des 6-Hydroxy-Melatonin-Sulfats im Urin ist eine bewährte Methode, um auf die Melatoninkonzentration im Blut zu schließen. So fanden beispielsweise Pfluger et al. (1996) aus der Schweiz eine signifikante Verminderung der abendlichen 6-OHMS-Werte um 20% bei beruflich stark elektromagnetisch belasteten Bahnarbeitern an den Arbeitstagen im Vergleich zu den freien Tagen.

Die Studie vom Maria Feychting

Bei dem gleichen Workshop berichtete Maria Feychting vom Karolinska Institut in Stockholm von einer nicht-signifikanten Erhöhung der Brustkrebsrate um 80% bei Frauen unter 50 Jahren mit einer Magnetfeldbelastung von mehr als 0,2 Mikrotesla im Vergleich zu Frauen mit einer Belastung von weniger als 0,1 Mikrotesla. Das Ergebnis basiert auf 15 Fällen und 9 Kontrollen. Bei Frauen über 50 fand sich kein Hinweis auf eine erhöhte Brustkrebsrate bei magnetfeldbelasteten Frauen. Wurde die Analyse auf Frauen unter 50 mit einem Östrogenrezeptor-positiven Krebs beschränkt, so erhöhte sich das relative Risiko auf 7,4. Das Ergebnis war von grenzwertiger Signifikanz und basierte auf 6 Fällen und einer Kontrolle.

"Es gibt einen Hinweis auf ein erhöhtes Risiko bei jüngeren Frauen, besonders bei solchen mit Östrogenrezeptor-positivem Krebs," wird Feychting zitiert. "Allerdings macht die kleine Zahl das Ergebnis unzuverlässig und kann möglicherweise Zufall sein." "Wir brauchen weitere Studien, um unsere Ergebnisse zu bestätigen oder zu widerlegen."

Frühere Untersuchungen des Zusammenhangs zwischen elektromagnetischen Feldern und Brustkrebs führten zu widersprüchlichen Ergebnissen. In der Elektrosmog-Report-Ausgabe vom Dezember 1996 hatten wir eine Studie von Patricia Coogan und Kollegen von mehreren amerikanischen Institutionen vorgestellt. In dieser Studie war das Risiko, an einem Brustkrebs zu erkranken, in der Gruppe mit der angenommenen höchsten EMF-Belastung (60 Hz) um 43% gegenüber der Kontrollgruppe erhöht. In einer norwegischen Studie von Tore Tynes und Kollegen aus dem Jahre 1994 fand sich eine um 50% erhöhte Brustkrebsrate bei Telegraphistinnen, die auf See arbeiteten. Die am stärksten erhöhte Brustkrebsrate trat bei Frauen im Alter zwischen 45 und 54 Jahren auf. Auch Dana P. Loomis et al. (1994) hatte eine um 38% erhöhte Brustkrebsrate bei Frauen in Elektroberufen gefunden mit der höchsten Risikozunahme in der gleichen Altersgruppe (45-55 Jahre) wie Tynes. Ein Jahr später wurden die Daten der Loomis-Studie unter Verwendung anderer Expositionsdefinitionen von einer anderen Arbeitsgruppe erneut ausgewertet. Diese ermittelte keine Beziehung zwischen EMF und Brustkrebs.

Die Melatonin-Hypothese

Die Produktion und Sekretion des in der Zirbeldrüse produzierten Neurohormons wird durch Lichteinfluß vermindert, die Melatoninkonzentration ist während des Schlafes besonders hoch. Auch elektromagnetische Felder scheinen die Melatoninkonzentration zu vermindern. In experimentellen Studien zeigte das Hormon Radikalfängereigenschaften - freie Radikale schädigen Zellstrukturen - und vor Krebs schützende Wirkungen (vgl. Elektrosmog-Report, Februar 1996).

In einer Publikation aus dem Jahre 1996 faßten Stevens und Davis die Melatonin-Hypothese für den Brustkrebs in einem Satz zusammen: "Licht beeinflußt Melatonin, EMF beeinflußt Melatonin und Melatonin beeinflußt Brustkrebs." Dabei sei der stärkste dieser Effekte die Wirkung von Licht auf Melatonin, etwa von nächtlichem Kunstlicht. Die Hemmung der Brustkrebsentstehung durch Melatonin ist im Tierversuch nachgewiesen. Elektromagnetische Felder waren in der Lage, die zellteilungshemmende Wirkung von Melatonin auf Brustkrebszellen aufzuheben.

Literatur:

1. Brustkrebs und EMF. Elektrosmog-Report 2 (12), S. 5-7 (1996). 2. Grotenhermen, F.: Melatonin. Elektrosmog-Report 2 (2), S. 5-6 (1996).
3. Pfluger, D. H., Minder, C. E.: Effects of exposure to 16.7 Hz magnetic fields on urinary 6-hydroxymelatonin sulfate excretion of Swiss railway workers. J. Pineal. Res. 21, 91-100 (1996).
4. Weak residential magnetic fields affect melatonin in humans. Microwave News 17(6), S. 1, 4 (1997).

http://www.datadiwan.de/netzwerk/index.htm?/esmog/es_98_03.htm

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Wissenschaft und Mobilfunk
http://omega.twoday.net/stories/293807/

Auswirkungen von Elektromagnetischen Feldern
http://omega.twoday.net/stories/337878/

Mobilfunk-Strahlenschäden
http://omega.twoday.net/stories/336660/

Zum Sachstand wissenschaftlicher Erkenntnisse Mobilfunk und Gesundheit
http://www.buergerwelle.de/d/doc/gesund/gesundheit-bergmann.htm



Professor Dr. Mosgöller, Zellbiologe, Histologisch-Embryologisches Institut der Universität Wien (seit 1999: Institut für Tumorbiologie und Krebsforschung, Universität Wien):
"Den Standpunkt, dass "bei Einhaltung der Grenzwerte alles unbedenklich sei" erachte ich als extrem verfrüht und zu optimistisch und somit derzeit nicht bedingungslos gerechtfertigt. Eine solche Beurteilung setzt voraus, dass nahezu alle bisher erhobenen Befunde zu GSM-Feldern sich als falsch bzw. unsinnig erweisen, was allerdings jeder allgemeinen Erfahrung widerspräche".

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Brasilianischer Professor: Handys können Krebs verursachen
Quelle: AFP/La Prensa Web (Panama), Rubrik Wissenschaft und Gesundheit,
http://mensual.prensa.com/mensual/contenido/2001/11/15/uhora/uhora_ciencia.shtml

Nachricht von Jörg Wichmann

BRASILIA, 8 (AFP) - Häufige Benutzung von Mobiltelefonen kann Krebs verursachen, betonte der brasilianische Professor Francisco de Assis Tejo von der Bundesuniversität Paraíba (Nordosten) vor der Kommission für Soziale Sicherheit und Familie der brasilianischen Abgeordnetenkammer.

Nach den Worten des Professors ist die wissenschaftliche Meinung seit einem Treffen von Wissenschaftlern 1998 in den Vereinigten Staaten davon überzeugt, dass künstliche elektromagnetische Felder schädliche biologische Effekte verursachen. Außer Krebs in verschiedenen Organen des Körpers, insbesondere im Gehirn und der Brust kann die Strahlungsexposition Depressionen, Gedächtnisverluste und beschleunigte Alterung verursachen.

Für die Strahlung gibt es gesetzliche Grenzwerte. In diesen sind nur thermische Wirkungen enthalten. Dies bedeutet nur einen Schutz vor Hitzestress. Somit werden i.d.R. in 2-6 Metern Abstand von einer Mobilfunksendeantenne die Grenzwerte eingehalten. Deshalb sind die jetzigen Grenzwerte keine Vorsorgewerte und bieten, außer vor der Überwärmung des Körpers, keinerlei Schutz für den Menschen. Eine Berufung auf die Einhaltung der Grenzwerte ist eine Täuschung der Öffentlichkeit, weil im Endeffekt keine wirkliche Sicherheit gegeben ist.

"Die Grenzwerte sind liederlich und fahrlässig." (Professor Siegfried Knasmüller vom Institut für Tumorbiologie-Krebsforschung an der Uni Wien). "Eine kürzlich im Auftrag des österreichischen Gesundheitsministeriums durchgeführte Studie kommt zu dem Schluss, dass aufgrund der geringen Sendeleistungen bei bestimmungsgemäßem Betrieb keine Gefährdungen auftreten, weiters wird betont, dass bei Exposition mit Hochfrequenzfeldern keine krebserregenden Wirkungen gefunden wurden. Eine detaillierte Durchsicht der verfügbaren Literatur zeigt, dass diese Aussagen nicht aufrechterhalten werden können (22.11.1997). ....Aus diesem Grund bin ich der Meinung, ....dass die derzeit geltenden Grenzwerte offensichtlich nicht in ausreichender Weise wissenschaftlich fundiert sind" (Schreiben vom 16.1.1998)

Professor Dr. Kundi, Institut für Umwelthygiene, Universität Wien: "......sind auf ihre gesundheitlichen und psychischen Auswirkungen hin zu untersuchen. Dies muss natürlich vor deren Einsatz geschehen. Dass dies bei den Mobilfunkeinrichtungen nicht geschehen ist, hat ausschließlich wirtschaftliche und politische Gründe und ist an und für sich ein Skandal...... Stellen Sie sich vor, eine solche Regelung würde für Arzneimittel gelten: zuerst verkaufen und dann nachsehen, ob vielleicht Schäden auftreten!" (22.11.1997)

Professor Dr. Mosgöller, Zellbiologe, Histologisch-Embryologisches Institut der Universität Wien (seit 1999: Institut für Tumorbiologie und Krebsforschung, Universität Wien): "Aus medizinischer und zellbiologischer Sicht ist problematisch, dass Untersuchungen aus 1997, welche gebräuchliche GSM-Signale betrachteten, erhöhte Korrelationen mit Tumorerkrankungen zeigten. Dies wurde einerseits an Versuchstieren festgestellt, aber auch an menschlichen Blutzellen unter Laborbedingungen...Den Standpunkt, dass "bei Einhaltung der Grenzwerte alles unbedenklich sei" erachte ich als extrem verfrüht und zu optimistisch und somit derzeit nicht bedingungslos gerechtfertigt. Eine solche Beurteilung setzt voraus, dass nahezu alle bisher erhobenen Befunde zu GSM-Feldern sich als falsch bzw. unsinnig erweisen, was allerdings jeder allgemeinen Erfahrung widerspräche".

Dabei ist längst bekannt, dass die sogenannten athermischen Wirkungen, (die Wirkungen bei geringen Strahlungsintensitäten, ohne dass sich der Körper merklich erwärmt) größte gesundheitliche Konsequenzen haben.

Vor Jahren hat die Industrie uns gesagt, Asbest sei ungefährlich. Voraussichtlich wird in England die höchste Zahl der Krebstoten, im Zusammenhang mit Asbest, erst für das Jahr 2020 erwartet. Es waren auch Industrievertreter, die uns beruhigten wir bekämen keinen Krebs durch das Zigarettenrauchen.

In der Telstra Studie wurde nachgewiesen, dass durch die Strahlung der Mobiltelefone bei Mäusen die Tumorrate mehr als verdoppelt wird.

Der Mediziner Marco F. Paya, Mitglied der Akademie der Wissenschaften New York und Experte für elektromagnetische Felder, weist in einem Interview mit der Zeitung La Verdad darauf hin, dass der menschliche Körper Schäden erleiden könne, wenn er dauerhaft Mobilfunkstrahlung ausgesetzt sei. Auch wenn das Mobiltelefon nur im Bereitschaftsmodus sei und man nicht ständig telefoniere, wäre es trotzdem schädlich, das Handy regelmäßig Wellen ausstrahle, die es mit der nächstgelegenen Antenne verbinden. Nach seinen Worten lägen weltweit Studien vor, die einen Zusammenhang mit Mobilfunkstrahlung und einer hohen Embryonensterblichkeit zeigten. Außerdem käme es zu einer Abnahme der wichtigen G-Immunoglobulin-Hormone, die direkten Einfluss auf die Fähigkeit unseres Organismus zum Abbau von Stress hätten. Eine Abnahme dieser Hormone würde die Fähigkeit des Organismus zum Stressabbau schwächen. Das Risiko für Grauen Star und Tumoren im Auge würde sich erhöhen. Bereits kurzfristig würde die Strahlung Reizbarkeit, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit verursachen. Kinder und Jugendliche sollten Handys überhaupt nicht benutzen, da sie noch im Wachstum seien und es zu Missbildungen in ihrem Gehirn kommen könne. Schwangere müssten den Gebrauch ebenfalls einschränken. Headsets würden auch nichts nützen, da sich dadurch das Risiko für Hoden- und Eierstockkrebs erhöhe. Vom Telefonieren im Auto ohne Außenantenne rät Paya auch ab, da die Wellen schlecht aus dem Fahrzeug kämen und somit noch schädlicher wären. Ebenso in Fahrstühlen und Parkhäusern.

Auf die Frage, was schädlicher sei, ein Handy oder eine Antenne, antwortete Paya: "Wenn die Antenne nicht weit von Ihrem Haus weg ist, zweifellos die Antenne. Aber wenn die Antenne weiter weg ist und das Handy mehr als 6 Minuten pro Tag benutzt wird, schädigt es langsam das Gehirn."

Wissenschaftler der Universität Valencia weisen darauf hin, dass unter der Einwirkung von Mobilfunkstrahlung in der Nacht die Melatoninproduktion verringert wird und gleichzeitig andere Stresshormone sowie Testosteron verstärkt produziert würden. Diese Hormonveränderungen würden die Zellwucherungsrate beispielsweise des Brustgewebes erhöhen und das Immunsystem schwächen, wodurch das Brustkrebsrisiko steigen würde.

Selbst Georges Claude, Mitarbeiter des Schweizer Mobilfunkbetreibers Swisscom, und Vorsitzender für Umweltfragen des Sicta, des Schweizerischen Informatik- und Telekommunikationsverbandes, befürwortet einen maßvollen Umgang mit Handys. Bei den Strahlen der Mobiltelefone sei "Vorsicht geboten". "Wir behaupten nicht, dass nichts passieren kann."

Brasilianischer Professor: Handys können Krebs verursachen
Quelle: AFP/La Prensa Web (Panama), Rubrik Wissenschaft und Gesundheit,
http://mensual.prensa.com/mensual/contenido/2001/11/15/uhora/uhora_ciencia.shtml

Nachricht von Jörg Wichmann

BRASILIA, 8 (AFP) - Häufige Benutzung von Mobiltelefonen kann Krebs verursachen, betonte der brasilianische Professor Francisco de Assis Tejo von der Bundesuniversität Paraíba (Nordosten) vor der Kommission für Soziale Sicherheit und Familie der brasilianischen Abgeordnetenkammer.

Nach den Worten des Professors ist die wissenschaftliche Meinung seit einem Treffen von Wissenschaftlern 1998 in den Vereinigten Staaten davon überzeugt, dass künstliche elektromagnetische Felder schädliche biologische Effekte verursachen. Außer Krebs in verschiedenen Organen des Körpers, insbesondere im Gehirn und der Brust kann die Strahlungsexposition Depressionen, Gedächtnisverluste und beschleunigte Alterung verursachen.

http://www.elektrosmognews.de/news/assistejo.htm (Auszug)

Bernd-Rainer Müller, Elektro-Smog-Experte des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (BUND): "Die Studie ist ein ernstzunehmender Beleg, dass durch elektromagnetische Strahlung schwere Krankheiten begünstigt werden können."

Die in Deutschland gültigen Grenzwerte, ebenso wie die internationalen Grenzwertempfehlungen beruhen ausschließlich auf thermischen Effekten der HF-Strahlung und sagen nichts über eine chronische nicht-thermische Belastung aus. Es gibt zahlreiche Hinweise darauf, dass - insbesondere durch gepulste Strahlung - auch unterhalb dieser Grenzwerte Beeinträchtigungen von Wohlbefinden und Gesundheit auftreten. Die Telstra Studie ergänzt und bestätigt andere Studien, die auf gesundheitlich relevante biologische Effekte im nicht-thermischen Bereich unterhalb der offiziellen Grenzwerte für gepulste Hochfrequenz hindeuten.

Werner Hengstenberg (Endotronic) "Die wissenschaftlichen Erkenntnisse über Wechselwirkungen elektromagnetischer Strahlungen mit Biosystemen sind nicht oder nur mit der Industriebrille durchgeführt worden. Für die Erforschung der wahren Zusammenhänge gibt es kein Geld, vorhandene Erkenntnisse werden negiert und breitere Einsichten boykottiert bis in höchste Regierungskreise. Immer mehr Wissenschaftler, Mediziner und Forscher warnen daher eindringlich vor den gefährlichen Auswirkungen technischer Mikrowellen und besonders vor niederfrequent gepulsten Hochfrequenzen wie bei den D- und E-Netzen des Mobilfunks von Handys und Sendeanlagen (Basisstationen) oder den schnurlosen Heimtelefonen nach DECT Standard."

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Das Schweizer Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) stellt fest, dass: "nicht ionisierende Strahlen in der heutigen Umwelt allgegenwärtig und bei hoher Intensität Schädigungen von Menschen nachgewiesen sind." Bei niedriger Intensität bestünden begründete Hinweise auf schädliche Wirkungen.

Resultate der Literaturstudie:

* Als «wahrscheinlich» eingestuft wurden Wirkungen auf die Hirnströme und auf kognitive Funktionen...Solche Wirkungen wurden beim Telefonieren mit Handys beobachtet...

* Als «möglich» eingeschätzt wird ein erhöhtes Hirntumorrisiko bei häufigem Telefonieren mit dem Handy...

* Ebenfalls als «mögliche» Effekte einzustufen sind ein erhöhtes Leukämierisiko oder eine verschlechterte Schlafqualität in der Umgebung von starken Rundfunk-Sendern bei Belastungen bis in den Bereich des Anlagegrenzwertes der NISV. Diese Einschätzung basiert auf vereinzelten, nicht widerspruchsfreien Hinweisen.

http://www.umwelt-schweiz.ch/buwal/de/news/artikel/20030428/00996/ (Auszug)


Dies wird von Dr. Jürg Baumann vom BUWAL in einem Interview mit dem Thuner Tagblatt explizit bestätigt, wenn er auf die Frage "Sind Natel-Strahlungen überhaupt eine Gefahr?" die Antwort gibt:

"Bis jetzt ist dies wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Andererseits müssen wir auch sagen, dass die Technologie noch zu jung ist, als dass wir eventuelle Langzeitwirkungen ganz ausschliessen können. Man konnte dies noch nicht untersuchen. Es könnte sein, dass da noch etwas auf uns zukommt."

http://www.e-smog.ch/beitraegedritter/diverses/1999/november/sammeleinsprache.htm

Selbst die Mobilfunkbetreiber wissen um die Gefährlichkeit

Auch Dr. Jürg Baumann vom Buwal hat selbst in der Kassensturz-Sendung vom 21. September 1999 Folgendes bestätigt: "Es ist leider so, dass man jetzt weltweit einen Grossversuch macht mit ein paar hundert Millionen Menschen." Also kann auch das Buwal nicht garantieren, dass die Grenzwerte sicher sind.

Auch der Bundesrat bestätigt in seinem "Erläuternden Bericht zur NISV" klar: Auch bei schwach ionisierender Strahlung unterhalb der Immissionsgrenzwerte treten biologische Wirkungen auf. Beispielsweise wurden physiologische Änderungen beim Stoffwechsel von Zellen nachgewiesen (Kalziumhaushalt, speziell gefährlich bei Jugendlichen). Es gibt nur eine Lösung: die Grenzwerte drastisch senken, damit im biologischen Bereich keine Schäden entstehen werden. Seit 1999 wird Forschung in diesem Bereich verlangt und bis heute ist in der Schweiz aus finanziellen Gründen nichts gemacht worden. Die praktisch nachgewiesenen Schäden sind weltweit auch im Internet abrufbar und kontinuierlich zunehmend. Somit muss angestrebt werden, dass die nur auf körperliche Erhitzung beruhenden Grenzwerte auf die biologische Verträglichkeit herab gesetzt werden. Dann würde das Misstrauen im Volk gegenüber Ämtern und Politikern wieder hergestellt.

http://www.gigaherz.ch/754/print/

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KLÄRUNG DER ROLLE DER ICNIRP
http://omega.twoday.net/stories/473327/

Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV)
Erläutender Bericht vom 23.12.1999:
http://www.buergerwelle.de/pdf/nisv_erlaeuterung.pdf

Handys und der Strahlungswahnsinn
http://omega.twoday.net/stories/356956/

Mobilfunk und Krebs
http://omega.twoday.net/stories/284796/

Letter to the WHO in response to its Precautionary Framework
http://omega.twoday.net/stories/473990/

Non-Ionized Radiation Effects and Symptoms
http://omega.twoday.net/stories/508114/

Non thermal effects of exposure to EMF
http://omega.twoday.net/stories/538361/
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