11
Sep
2004

Mehr Antennen, weniger Strahlung?

Kommentar dazu von Siegfried Zwerenz:

Die mit Umweltschutz begründete Zielsetzung der Konzentration möglichst vieler Sender auf einem Masten, führt zu einer weiteren gefährlichen Erhöhung der Strahlungsbelastung.

Wenn mehrere Betreiber auf einem Mast kommen, dann erhöht sich die Strahlenbelastung durch mehrere Antennen auf dem Mast. Somit werden dann zwar einige weniger bestrahlt, dafür bekommen aber andere mehr Strahlung ab. St. Florian lässt grüßen! Dieser Vorschlag ist also auch keine Lösung.

Da nun die Sendeanlagen noch in mehreren Kilometern Entfernung Leistungen bringen, bei denen heute schon bekannt ist, dass Menschen und Tiere dadurch erkranken können, dann gibt es doch nur eine Lösung: weg mit dieser Technik! Es müssen Techniken gesucht werden, die unschädlich sind.

Viele kleine Sender mit minimaler Leistung sind auch keine Lösung, weil damit viel mehr Antennen aufgebaut werden und diese somit näher an die Menschen kommen. Die Belastung nimmt nämlich mit der Nähe zur Antenne im Quadrat zu. Deshalb hätten dann insgesamt gesehen die Menschen höhere Belastungen !!!

Die Strahlenbelastung durch hohe Sender ist nämlich nicht ungleich höher, sondern viel niedriger, weil die Antennen weit von der Bevölkerung weg sind, selbst wenn die Leistung des Senders erhöht würde.

Allerdings reicht wie schon oft angeführt leider auch nicht ein Abstand von mehreren 100 Metern. Mensch und Tier wird trotzdem krank, es dauert eben nur etwas länger.

Es ist richtig, dass wir andere Techniken, die gesundheitsunschädlich sind, brauchen, weil eben mit der jetzigen Technik kein Gesundheitsschutz gegeben ist.

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Wie bei den Tieren, wird auch beim Menschen das Erbgut durch Handystrahlung verändert. Hier ist allerdings nach unserer heutigen Kenntnis eine etwas stärkere Strahlung nötig. Dagegen wurde bereits ab etwa 30 - 40 nW/cm2 eine deutliche Erhöhung der Kinder - Krebsrate gefunden. Interessanterweise stammen diese Daten von der Strahlung eines Mittelwellensenders, die nicht gepulst ist. Speziell für Leukämie bei Kindern wurde eine Verdoppelung der Häufigkeit ab 200 nW/cm2 beobachtet - diesmal bei der Strahlung eines Fernsehsenders.

Wie kann eine so schwache Strahlung Schäden verursachen?

Die Leistung eines Mobilfunksenders beträgt üblicherweise zwischen 8 und 50 Watt. Im Vergleich zu Rundfunk- und Fernsehsendern ist dies sehr wenig: UKW - Sender strahlen gewöhnlich einige tausend Watt ab, Mittelwellensender manchmal sogar 500tausend Watt und mehr. Warum werden bei diesen Anlagen keine Schäden beobachtet?

Zunächst: Auch bei Rundfunk- und Fernsehsendern können unter Umständen Gesundheitsschäden auftreten. Aber es besteht ein wesentlicher Unterschied: In den meisten Fällen strahlen die Rundfunk- und Fernsehsender entweder in alle Winkelbereiche um die Antenne herum, oder wenigstens in einen festen Winkelbereich. Das bedeutet, dass die Strahlung mit zunehmendem Abstand vom Sender schnell abgeschwächt wird. (Theoretisch fällt die Leistungsdichte mit dem Quadrat des Abstands.) Mobilfunksender versorgen dagegen ein fest umrissenes Gebiet, nämlich die zugehörige Zelle. Hier möchte man natürlich überall eine möglichst gleichmäßige Strahlungsstärke erreichen. Selbst wenn das in der Praxis nicht gelingt, so wird die Strahlung mit zunehmendem Abstand vom Sender meist wesentlich langsamer abgeschwächt, als bei Rundfunk- und Fernsehsendern. Man beachte, dass die Antennen von starken Rundfunksendern gewöhnlich einen beachtlichen Abstand von der Wohnbebauung haben - im Gegensatz zu den Mobilfunksendern.

Es gibt jedoch auch Rundfunksender, die ein genau bestimmtes Gebiet versorgen sollen. Bekannte Beispiele waren der Sender "Freies Europa" in Holzkirchen bei München und der Schweizer Kurzwellensender Schwarzenburg. Beide hatten umschaltbare Antennen, die zu bestimmten Zeiten jeweils ein Land oder ein fest umrissenes Gebiet versorgen sollten. Außerdem war der Abstand der Wohnbebauung zu den Antennen gering. Im Umfeld von beiden Sendern traten massive Gesundheitsschäden bei den Anwohnern auf.

Ein weiterer Grund für die Schädlichkeit der Mobilfunkstrahlung liegt darin, dass sie gepulst ist. Jedes Handy bekommt von der Station einen bestimmten "Zeitschlitz" zugeordnet, d.h. es sendet 217 Mal in der Sekunde einen kurzen Puls. Andererseits gibt es verschiedene Vorgänge im menschlichen Körper, die an elektrische Ströme mit ähnlichen Pulsen gebunden sind. Hier sind besonders die Kommunikation der Nervenzellen im Gehirn und der Ionentransport durch die Zellwände zu nennen. Letzterer geschieht zwar mit einer etwas höheren Frequenz (etwa 400 Hz); trotzdem liegt eine Beeinflussung durch Handystrahlen nahe. Es muss aber betont werden, dass ein Zusammengang der beobachteten Schäden mit dieser Eigenschaft der Zellmembran und mit der Kommunikation der Nervenzellen zwar plausibel ist, jedoch noch nicht wissenschaftlich bewiesen wurde. In diesem Zusammenhang ist auch interessant, dass eine Methode der Gentechnik zum Einbringen veränderter Erbsubstanz in Zellen darin besteht, dass die Zellwände einer ähnlichen Strahlung ausgesetzt werden. (Die Frequenzen sind etwas höher, z.B. 2,45 GHz mit einer 500 Hz-Pulsung.)

Leider muss jedoch betont werden, dass auch ungepulste Strahlen erhebliche Gesundheitsstörungen verursachen kann, angefangen von Schlafstörungen bis hin zu Zelltod, Genschäden, Krebs und Fehlgeburten.

Quelle: http://www.elektrosmog.com


Griechische Forscher haben im Oktober 2002 ein biophysikalisches Modell veröffentlicht, mit dem sie die Wirkung gepulster elektromagnetischer Felder auf Zellen erklären können.

Die Grundzüge der Theorie sind:

# elektrische oder magnetische Felder bringen Ionen auf der Oberfläche der Zellmembranen in Schwingung

# übersteigt die Vibration der Ladungsträger einen Schwellenwert, erhalten spannungs-gesteuerte Membrankanäle ein falsches Signal

# dadurch öffnen sich die Membrankanäle und Ionen wandern hindurch

# die Funktion der Zelle wird gestört und sie gerät aus dem elektrochemischen Gleichgewicht

# niederfrequente Felder haben die stärkste biologische Wirkung

Mechanismus der Wirkung von elektromagnetischen Feldern auf Zellen
Panagopoulos D, Karabarbounis A, Margaritis L. Department of Cell Biology and Biophysics, Faculty of Biology, University of Athens, Panepistimiopolis, GR-15784, Athens, Greece

Wir haben das biophysikalische Modell der Wirkung oszillierender elektrischer Felder auf Zellen, das wir kürzlich in [Biochem. Biophys. Res. Commun. 272(3) (2000) 634-640] vorgestellt haben, nun so erweitert, dass es auch oszillierende magnetische Felder einschliesst. Ausserdem schliesst es jetzt die aktivsten biologischen Vorgänge ein und ist auch in der Lage zu erklären, warum gepulste elektromagnetische Felder biologisch aktiver sein können als kontinuierliche Felder.

Nach der gegenwärtigen Theorie sind die Felder von niedriger Frequenz biologisch am aktivsten. Der grundlegende Mechanismus ist, dass durch die Einwirkung eines externen oszillierenden Feldes alle freien Ionen, die sich auf der Oberfläche der Plasmamembran der Zelle befinden, in eine verstärkte Vibration versetzt werden.

Wir haben gezeigt, dass die damit zusammen hängende Vibration elektrischer Ladungen in der Lage ist spannungsgesteuerte Membrankanäle zu falscher Zeit zu öffnen. Das zerstört die elektrochemische Balance und die Funktion der Zelle. [siehe Biochem. Biophys. Res. Commun. 272(3) (2000) 634-640].

Es scheint, dass diese einfache Idee nun auch leicht ausgedehnt werden kann. Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir damit eine realistische Basis legen können, um eine grosse Bandbreite biologischer Effekte von elektromagnetischen Feldern erklären zu können.

Quelle: Biochem Biophys Res Commun 2002 Oct 18;298(1):95
http://www.elektrosmog.com


Oxidativer Stress durch Mikrowellenstrahlung mögliche Ursache für viele negative Zellveränderungen und eine Vielzahl von systemischen Störungen im menschlichen Körper

Ziel der Studie war es, an Zellkulturen in vitro die Wirkung des von Mobiltelefonen produzierten elektromagnetischen Feldes auf die Aktivität von Superoxid-Dismutase (SOD-1) und den Anteil von Malondialdehyd (MDA) in menschlichen Blutplättchen (Thrombozyten) zu prüfen. Die Blutplättchen-Suspension wurde 1, 3, 5 und 7 Minuten mit Mikrowellen (900 MHz, heutige GSM-Mobilfunk-Frequenz/D-Netz) bestrahlt. Die Studie bewies, dass die von Mobiltelefonen ausgehenden Mikrowellen die SOD-1-Aktivität nach 1, 5 und 7 Minuten Exposition signifikant stark reduzierte und nach 3 Minuten erhöhte - im Vergleich zum Kontrolltest. Nach 1,5 und 7 Minuten gab es eine signifikante Erhöhung der MDA Konzentration und eine Abnahme nach 3 Minuten im Vergleich zum Kontroll-Test. Die Wissenschaftler folgerten aus ihren Studienergebnissen, dass oxidativer Stress nach Mikrowellen-Exposition der Grund für viele negative Zellveränderungen sein könne und eine Vielzahl von systemischen Störungen im menschlichen Körper verursachen könne.

Hintergrund:
Die medizinische Zeitschrift Praxis - Wissenschaft - Originalia äußerte in ihrer Ausgabe 7/97 bereits:

"Das antioxidative Potential des Organismus ist vorrangigstes Überlebensprinzip und entscheidet weitgehend und unmittelbar über Gesundheit oder Krankheit."

Superoxid-Dismutase:
Ein sehr wichtiges Anti-Oxidanz-Enzym. Primärer enzymatischer Fänger für freie Radikale.

Es gibt Mangan-Superoxid-Dismutase in Mitochondrien und cystosolische Kupfer-Zink Dismutase mit exrazellulären Formen in Blut, Lymphen und anderen Körperflüssigkeiten. Superoxid-Ionen werden durch die mitochondriale Atmung, aktivierte Leukocyten, Mikrosomen, toxische Chemikalien und Strahlung in den lebenden Zellen produziert. Superoxid-Dismutase sorgt für den 200fach schnelleren Spontanzerfall von Superoxid. Der Bildung von hochaggressivem Singulett-Sauerstoff, Hydroxyl-Radikalen und anderen reaktiven Sauerstoff-Radikalen wird wirksam vorgebeugt.

Malondialdehyd:

Ein Marker für den oxidativen Stress der Zelle

Der menschliche Organismus ist in der modernen Gesellschaft einer Vielzahl Belastungen aus seiner Umwelt ausgesetzt, die hohe Anforderungen an die antioxidativ wirkenden Systeme des Körpers stellen. Durch UV-Strahlung und verschiedenste Noxen werden in den Zellen eine große Menge freier Radikale freigesetzt. Eine Überproduktion von Sauerstoffradikalen oder unzureichende antioxidative Abwehrmechanismen führen im Organismus zu einem vermehrten Auftreten von pathologischen Abbauprodukten, die zu schweren Zellschädigungen führen können. Vorzeitiges Altern und Krankheiten (Diabetes mellitus, Krebs) können sich in der Folge einstellen.

Durch die Oxidation ungesättigter Fettsäuren der Zellmembran werden im Organismus unterschiedlichste Hydroperoxide gebildet. Diese sind chemisch instabil und zerfallen in Aldehyde. Ein besonderes unter diesen stellt das Malondialdehyd (MDA) dar, da es die Eigenschaft hat, Proteine und Lipide zu vernetzen.

Malondialdehyd stellt damit einen Marker dar, der anzeigt, inwieweit das antioxidative System eines Patienten mit der einwirkenden oxidativen Belastung zurechtkommt. Oxidativer Stress führt zu einer verstärkten Lipidoxidation in der Zelle und damit zum Ansteigen der Konzentration von MDA.

Solche erhöhten Werte weisen darauf hin, dass ein oder mehrere Faktoren der antioxidativen Regulation überlastet sind und ein Eingreifen erforderlich wird. An dieser Stelle sollte nach Möglichkeiten der Veränderung der Lebensweise (Rauchen, Ernährung, Wohn/Arbeitsumfeld) gesucht und eventuelle Schwachstellen in der antioxidativen Abwehr (Vitamine, Spurenelemente) diagnostiziert und gegebenenfalls ausgeglichen werden.

Im Anschluss an eine Therapie lässt sich durch die Bestimmung des Malondialdehyd bei sinkenden Werten ein Erfolg der eingeleiteten Maßnahmen belegen.

Zur Interpretation:

Deutlich erhöhte Werte für MDA werden vor allem bei terminaler Niereninsuffizienz, septischem Schock, Schwangeren, bei Einnahme von Antikontrazeptiva, akuter Pankreatitis und Myokardinfarkt beobachtet. Allgemein nimmt der MDA-Spiegel mit zunehmendem Alter zu. Fast alle Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen (Rauchen, Adipositas usw.) manifestieren sich auch in erhöhten Konzentrationen von Malondialdehyd.

Zuweilen werden geringfügig erniedrigte Konzentrationen beobachtet. Hier scheint ein Mangel an ungesättigten freien Fettsäuren zu einem geringeren Gesamtumsatz zu führen. In diesen Fällen sollten andere Wege zur Diagnose des oxidativen Stress (z.B. die Messung des Antioxidantienstatus) beschritten werden.

Die Messung von Malondialdehyd (MDA) hat sich als anerkannte Methode etabliert, die Zerstörung von Lipidstrukturen durch Freie Radikale in vivo zu quantifizieren.

In dieser Quelle ist folgende Äußerung zu finden: Das antioxidative Potential des Organismus ist vorrangigstes Überlebensprinzip und entscheidet weitgehend und unmittelbar über Gesundheit oder Krankheit.

Quellen: http://www.lapmueller.de/html/info_27.html
http://www.oego.or.at/co/co_vii_3.htm
http://www.elektrosmog.com


http://www.s-p-i-r-i-t.net/science/c-mobilfunk4.htm

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Ich vergleiche den Vorschlag der Provider immer mit dem Effekt der "Lichtverschmutzung": Nach der Umsetzung haben wir dann viele kleine Lämpchen, die einzeln betrachtet wenig Licht abgeben, aber in der Summe die Grundhelligkeit anheben - es wird eigentlich nicht mehr richtig dunkel. In der "Elektrosmogsprache": die Grundbefeldung nimmt zu und natürlich zieht das Argument, dass es in der Nähe der kleinen Lampen auch ganz schon hell ist. Wenn Sie das jemanden erzählen wird das sehr schnell verstanden.

Wolfgang Welzel

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Gerade unter der Antenne die stärkste Strahlung
http://omega.twoday.net/stories/342761/

Konzentration (Bündelung) möglichst vieler Sender auf einem Masten
http://omega.twoday.net/stories/348032/

Die Irreführung mit den Watt-Leistungen
http://omega.twoday.net/stories/420240/

Mehr Sendemasten mit weniger Leistung, weniger Belastung?
http://omega.twoday.net/stories/614543/
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