1
Mrz
2004

Inas Schicksal - kein Einzelfall

Der folgende Fall soll stellvertretend für Personen stehen, die heute schon so geschädigt sind, dass sie kaum mehr imstande sind, sich selbst zu wehren und sich in ihrer Not an uns gewendet haben.

Sowohl der Name der Betroffenen, wir nennen sie hier Ina, als auch der behandelnde Arzt und das Spital ist uns bekannt. Die Namen nennen wir zum Schutz aller Beteiligten hier nicht, sie sind auch unwichtig.

von Evi Gaigg, 18.2.04

Natürliche Auslese auch beim Menschen?

Gewiss, die gesundheitlichen Beschwerden infolge der gepulsten Strahlung durch Antennenanlagen treffen nicht alle Menschen gleich stark, weil der Mensch eben kein genormtes Wesen ist. Er unterscheidet sich nicht nur nach Rasse, sondern auch nach Größe, Gewicht, Alter, Statur und anderen Faktoren, die ihn zu einem sehr komplexen Wesen machen, dessen Eigenschaften sich nicht über einen Leisten schlagen lassen. Jedoch muss sich der allgemeine Schutz immer nach der schwächsten Gruppe richten, denn sonst unterscheiden wir Menschen uns nicht vom Tier, wo stets der Stärkste überlebt und für eine natürliche Auslese gesorgt ist.

Menschenfeindliche Vorschriften

Es ist daher als Anmaßung zu betrachten, wenn eine Behörde, eine Regierung Regeln und Vorschriften aufstellt, die so allgemein und rudimentär abgefasst sind, dass sie nur den robusteren Teil der Bevölkerung schützen, die anderen jedoch regelrecht dem Schicksal preis geben. Mehr noch: will sich der so Geschädigte oder Bedrohte vor Behörden und Gerichten wehren, so wird er, wenn er dies überhaupt wagt, in der Regel zudem noch mit Kosten bestraft und dennoch gezwungen, die Belastung zu ertragen.

Vom lebens- und tatenfrohen Menschen zum Problemfall

Ina war ein stets fröhlicher, hilfsbereiter und aufgestellter, keineswegs wehleidiger Mensch. Sie ernährte sich gesund, machte ausgedehnte Bergwanderungen und war es gewohnt, jede Arbeit anzupacken. Als sich bei ihr vorerst diffuse Beschwerden einstellten, wie Schwindelanfälle, Durchfälle, rot und blau angelaufene Beine, Schlafprobleme, dröhnende Kopfschmerzen u.a. m., wusste sie gar nicht, wie sie diese einordnen sollte. Medikamente brachten keine Besserung. Bald einmal jedoch stellte sich heraus, dass in ihrem Umfeld eine Antenne strahlte und dass sich ihre Beschwerden verloren, sobald sie ihren Wohnort verließ, aber wieder kamen, wenn sie nach Hause zurück kehrte. Sie entschloss sich, die Wohnung zu wechseln.

Der Leidensweg

Nicht lange danach stellten sich die erwähnten Beschwerden wieder ein, dazu Trockenheit der Haut, Haarausfall, geplatzte Blutgefässe, Herzrasen, Übelkeit, Darmprobleme u.a.m. Was nun folgte, war ein langer Leidensweg. Ina wurde durch die medizinische Untersuchungsmaschinerie regelrecht hindurch geschleust, alle erdenklichen Untersuchungen, z. T. recht unangenehmer Natur, wie Darmspiegelungen und verschiedene Röntgenaufnahmen, musste sie über sich ergehen lassen. Nichts Organisches konnte gefunden werden. Was hingegen festzustellen war, waren neue Antennen im Umkreis ihres Wohnortes, die ihr die alten Beschwerden verursachten und dazu etliche neue.

Nichts gefunden - also psychisch krank

Da ihr die Ärzte mit all den vielen Medikamenten nicht helfen konnten, wurde sie von diesen ziemlich rasch in die psychosomatische Ecke gestellt. Man verschrieb ihr bewusstseinverändernde Psychopharmaka und Neuroleptika, die sie selbst bald absetzte, da sie ihr nicht nur keine Besserung brachten, sondern sie im Gegenteil in den wenigen Stunden, da es ihr vielleicht hätte besser gehen können, regelrecht lahm legten.

Allein an dieser Patientin wurden so viele Untersuchungen mit teuren Apparaten vorgenommen, ihr so viele teure, aber nutzlose Medikamente mit sogar erheblichen Nebenwirkungen verabreicht, dass dieser Fall geradezu als Musterbeispiel dafür dienen kann, wie das Gesundheitswesen verteuert wird, ohne dem Patienten die erhoffte Hilfe zu bringen. Ina lebt am Existenzminimum und muss von ihren bescheidenen finanziellen Mitteln noch einen erheblichen Teil für Selbstbehalte opfern, und dies erst noch ohne Resultate bzw. Besserung ihres Zustandes.

Nun wurde es etwas unbequem

Eines unserer Vorstandsmitglieder hat Ina in die Sprechstunde des Arztes in einem bekannten Schweizer Universitätsspital (!) begleitet. Der junge Arzt war gar nicht erbaut, dass da jemand dabei saß, der ihm einige unbequeme Fragen stellte, unter anderem auch diese, ob er noch nicht daran gedacht hätte, dass die ganzen Beschwerden von der elektromagnetischen Strahlung der Mobilfunkantenne kommen könnten.

Im Gegenteil: Der Arzt sagte, er wohne in der Nähe einer Antenne und spüre nichts, er ärgere sich, wenn er auf seinem Handy einen schlechten Empfang habe und meinte, den Mobilfunk könne man nicht mehr abstellen, man müsse halt mit ihm leben. Recht typisch, diese sehr ich-bezogene Reaktion, wie man sie von vielen Leuten hört, die eine robustere Natur haben. Weniger verständlich ist sie, wenn sie aus dem Mund eines Mediziners kommt, der einmal das Ärztegelöbnisabgelegt hat:

".......Meine Verordnungen werde ich treffen zu Nutz und Frommen der Kranken, nach bestem Vermögen und Urteil, sie schützen vor allem, was ihnen Schaden und Unrecht zufügen könnte....."

Schon vergessen, Herr Doktor? Stoßend auch, dass Inas Begleitperson feststellen musste, dass der Arzt ganz offenbar keinerlei einschlägige Studien oder andere Literatur zum Thema gelesen hatte, ja von der ganzen Problematik, wie diese Mobilfunktechnologie in verhängnisvoller Art in das Leben und das Wohlbefinden ehemals kerngesunder Menschen eingreift, keine Ahnung hat.

Beipackzettel von Medikamenten am besten gar nicht lesen

Was verschrieb er Ina zuletzt? Ein Medikament namens Temesta, das sie nehmen sollte, wenn sie irgendwohin auf eine Wanderung geht. Dabei ist Temesta ein Mittel, das man erst nehmen sollte, wenn man schon auf der Bettkante sitzt, weil es sehr stark schlaffördernd wirkt. Ina hat sich angewöhnt, die Beipackzettel zu lesen und speziell die Rubrik Nebenwirkungen. Als sie den Arzt auf die Nebenwirkungen des ebenfalls verschriebenen Medikamentes "Haldol" ansprach, da sagte er ihr, sie solle am besten den Beipackzettel gar nicht lesen und außerdem sei er nicht ihr Psychiater.

Wir allerdings haben den Beipackzettel gelesen und es sträubten sich uns dabei die Nackenhaare: Ein Medikament, das angewendet wird bei Verwirrung, Hallunziationen Störungen im Denken, Fühlen und Handeln, bei Wahnvorstellung, Verwirrung und Erregungszuständen. Die Liste der Nebenwirkungen ist zu lang, um sie alle aufzuzählen.

Auf diese Weise soll der mündige Patient zu einem unmündigen umerzogen werden, den man, wenn man ihm anders nicht helfen kann, mit Psychopharmaka und Neuroleptika ruhig stellt oder vielmehr ruhig stellen will, wohl um selbst seine Ruhe zu haben. Denn Ina hat schon mit solcherlei Medikamenten so schlechte Erfahrungen gemacht, dass sie sie ganz einfach nicht mehr nimmt. Wohl auch deshalb nicht, weil sich mit diesen Psychobomben weder geplatzte Adern noch blaurot angelaufenen Beine heilen ließen. Aber darüber sieht der Arzt hinweg, denn er steht in Wirklichkeit der ganzen Situation hilflos gegenüber, nur will er es nicht zugeben.

Was Ina in den Nächten manchmal erlebt, beschreibt sie als Folter. Sie notiert dann mit zittrigen Händen ihre Zustände auf Zettel, damit man im Falle, dass sie die Nacht nicht übersteht, weiß, was geschehen ist.

Nicht mit Scheuklappen durch den medizinischen Alltag

Ehrlich wäre es von dem Arzt, von den Ärzten ganz allgemein, zu sagen, dass sehr wohl die elektromagnetische Strahlung als Ursache dieser gravierenden Gesundheitsproblem in Frage kommen könnte, da ja alle teuren Untersuchungen und Behandlungen erfolglos waren. Ein gewissenhafter Arzt, der ja seinen Beruf ergriffen hat, um Leidenden zu helfen, müsste sich schleunigst um geeignete Literatur kümmern, einschlägige Kongresse besuchen und sich in die Materie vertiefen. Keiner kommt heute um ständige Weiterbildung und Information in seinem Beruf mehr herum, erst recht nicht ein Arzt.

Ein wenig beschämend schon, dass Inas Begleitperson auf die einschlägigen Studien und auch auf Aktionen wie den Freiburger Appell hinweisen musste, von denen der Arzt keine blasse Ahnung hatte. Inas Schicksal ist ein besonders krasser Fall, aber wir wissen, dass es solche bereits in großer Zahl gibt. Die Dunkelziffer ist dabei hoch, denn diese Menschen, die nicht einmal von ihrem Arzt verstanden werden, ziehen sich zurück und leiden still vor sich hin, wollen nicht als Psychopathen und Spinner abgestempelt werden. Darum ist es auch nicht verwunderlich, wenn solche Betroffene sich davor scheuen, an die Öffentlichkeit zu gehen und ihren Namen preis zu geben.

Die Kostenspirale im Gesundheitswesen dreht sich immer schneller

Etwas anderes braucht uns auch nicht zu verwundern: gerade an diesem einen Fall ist klar ersichtlich, welche Unsummen für kostspielige Untersuchungen und Medikamente für im Endeffekt nutzlose Behandlungen ausgegeben werden. Die Kostenspirale im Gesundheitswesen dreht sich daher in schwindelnde Höhen und ein Ende ist nicht abzusehen.

Was wir brauchen, sind mutige Menschen, vor allem aber mutige Ärzte, die sich nicht durch wirtschaftliche und politische Zwänge zu für sie bequemen Lösungen herbeilassen. In diesem speziellen Fall wären es Ärzte, die sich in die Materie vertiefen und ihre ganze Kraft darein setzen, dem leidenden Mitmenschen zu helfen, auch wenn dies unbequem, Zeit raubend und nicht immer populär ist.

Zu den Steinen hat einer gesagt: "Seid menschlich!" Die Steine haben gesagt: "Wir sind noch nicht hart genug." (Erich Fried, Schriftsteller)

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Quelle: http://www.buergerwelle.de/body_newsletter_10304.html
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